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Was ist die COVID-19 Investitionsprämie?

Das Wirtschaftsministerium hat den Begutachtungsentwurf des Investitionsprämiengesetzes (InvPrG) versandt. ...mehr

Wie sollen Investitionen steuerlich gefördert werden?

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat den Begutachtungsentwurf des Konjunkturstärkungsgesetzes (KonStG 2020) versandt. ...mehr

Wie soll die Umsatzsteuer auf 5% gesenkt werden?

Wie angekündigt wurde nun eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes als Initiativantrag im Nationalrat eingebracht. ...mehr

Was ändert sich bei steuerfreien Essensbons für Mitarbeiter?

Mittels einer gesetzlichen Anpassung im sogenannten Wirtepaket und einer BMF-Info wurden die Regelungen zu steuerfreien Essensbons wie folgt geändert. ...mehr

Welche steuerlichen Erleichterungen sieht das sogenannte „Wirtepaket“ vor?

Mit dem 19. COVID-19-Gesetz wurden vom Gesetzgeber Steuererleichterungen für die Gastronomie beschlossen. ...mehr

Sachbezug von Firmenautos: Übergangsregelung bei Zulassung bis 30. Mai 2020

Für Kraftfahrzeuge mit geringen CO2-Emissionswerten ist laut Sachbezugswerteverordnung ein geringerer Sachbezug anzusetzen als für jene mit höheren Emissionswerten. ...mehr

Was ändert sich bei der Vorsteuerpauschalierung bei Pensionspferdehaltung?

Umsätze aus Pensionspferdehaltung unterliegen in der Regel dem Normalsteuersatz von 20 %. ...mehr

Wie soll die Einstellung von Lehrlingen gefördert werden?

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Krise ein Lehrlingspaket angekündigt. ...mehr

Wer ist für die Prüfung lohnabhängiger Abgaben seit 1. Juli 2020 zuständig?

Ab 1. Juli 2020 wird die Prüfung lohnabhängiger Abgaben wieder gemeinsam von der Österreichischen Gesundheitskasse und der Finanzverwaltung durchgeführt. ...mehr

Wie können sich kleine Unternehmen bei der Mitarbeitersuche gegenüber Konzernen behaupten?

Einige Unternehmen müssen Mitarbeiter aktuell bedingt durch die Corona-Krise kündigen. ...mehr

Wie sollen Investitionen steuerlich gefördert werden?

Frau am Schreibtisch

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat den Begutachtungsentwurf des Konjunkturstärkungsgesetzes (KonStG 2020) versandt. Darin finden sich neben einer Vielzahl von Änderungen auch Maßnahmen zur steuerlichen Förderung von Investitionen. Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Gesetzesentwurf und den dazugehörigen Erläuterungen. Die Gesetzwerdung bleibt abzuwarten.

Degressive Abschreibung

Alternativ zur linearen Abschreibung soll für Wirtschaftsgüter, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt werden, die Möglichkeit einer degressiven Absetzung für Abnutzung (AfA) vorgesehen werden. Diese degressive Absetzung für Abnutzung soll nach einem unveränderlichen Prozentsatz von höchstens 30% erfolgen. Der Prozentsatz ist auf den jeweiligen Buchwert (Restbuchwert) anzuwenden. Der höhere AfA-Betrag zu Beginn der Nutzungsdauer vermindert die Steuerbemessungsgrundlage und soll so Investitionsentscheidungen positiv beeinflussen.

Für folgende Wirtschaftsgüter soll die degressive Abschreibung allerdings ausgeschlossen sein:

  • unkörperliche und gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Gebäude und Mieterinvestitionen
  • PKW und Kombis (außer bei Nutzung als Fahrschulkraftfahrzeuge oder für Zwecke der gewerblichen Personenbeförderung) und
  • Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen, sowie Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen. Darunter fallen Energieerzeugungsanlagen, sofern diese mit fossiler Energie betrieben werden, Tank- und Zapfanlagen für Treib- und Schmierstoffe und Brennstofftanks wenn diese der energetischen Nutzung fossiler Kraft- und Brennstoffe dienen sowie Luftfahrzeuge.

Für Gebäude soll jedoch eine gesonderte Form einer beschleunigten linearen Abschreibung vorgesehen werden (siehe unten).

Im Wirtschaftsjahr, in dem die AfA erstmalig zu berücksichtigen ist, kann man wählen, ob die lineare oder die degressive AfA zur Anwendung kommen soll. Bei Wahl der degressiven AfA, kann der AfA-Satz innerhalb eines Höchstausmaßes von 30% frei gewählt werden. Dieser Prozentsatz ist laut Erläuterungen zum Gesetzesentwurf unverändert fortzuführen.

Die Inanspruchnahme der degressiven AfA soll unabhängig von der Gewinnermittlungsart möglich sein (Voraussetzungen sind zu beachten), auch im außerbetrieblichen Bereich, wobei für Gebäude eine Sonderregelung zu beachten ist. Die Halbjahresabschreibungsregelung bleibt auch bei Vornahme einer degressiven AfA aufrecht.

Hat man nach der degressiven Abschreibungsmethode begonnen, ist man in den Folgejahren daran gebunden. Ein Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode ist zulässig, nicht zulässig ist hingegen der umgekehrte Wechsel von der linearen zur degressiven Abschreibung. Für unterschiedliche Wirtschaftsgüter können unterschiedliche Abschreibungsmethoden gewählt werden.

Die Neuregelung soll für Wirtschaftsgüter anzuwenden sein, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt werden.

Beschleunigte Absetzung für Abnutzung (AfA) bei Anschaffung oder Herstellung von Gebäuden

Für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt worden sind, soll eine beschleunigte Absetzung für Abnutzung (AfA) vorgesehen werden. Dies soll laut Erläuterungen zum Gesetzesentwurf auch für eingelegte Gebäude gelten, wenn diese nach dem 30. Juni 2020 im Privatvermögen angeschafft wurden und zu einem späteren Zeitpunkt ins Betriebsvermögen eingelegt werden.

Der bisher gültige Abschreibungsprozentsatz von Gebäuden beträgt ohne Nachweis der Nutzungsdauer 2,5%, bzw 1,5% bei für Wohnzwecken überlassenen Gebäuden. Im Jahr, in dem die Absetzung für Abnutzung erstmalig zu berücksichtigen ist, soll die AfA von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nun das Dreifache des bisher gültigen Prozentsatzes (7,5% bzw. 4,5%), im darauffolgenden Jahr das Zweifache (5% bzw. 3%) betragen. Ab dem zweitfolgenden Jahr erfolgt die Bemessung der AfA wie bisher (2,5% bzw. 1,5%). Die Halbjahresabschreibungsregelung ist nicht anzuwenden, sodass auch bei Anschaffung, Herstellung oder Einlage im zweiten Halbjahr der volle Jahres-AfA-Betrag aufwandswirksam ist.

Eine ähnliche Regelung ist auch bei Überschussermittlung (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) anwendbar. Für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt worden sind sollen hier die Prozentsätze 4,5% im ersten Jahr, 3% im Folgejahr und 1,5% im zweitfolgenden Jahr gelten.

Stand: 29. Juni 2020

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